Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE)

Die BVE ist eine schulische Maßnahme für Schülerinnen und Schüler eines Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums, die noch keine Ausbildungsreife erlangt haben und eine Arbeitstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben.

Die Tannenhag-Schule in Fischbach und die Berufschule Claude-Dornier arbeiten eng in diesem Schulmodell BVE (Berufsvorbereitende Einrichtung) Friedrichshafen zusammen. Weitere wichtige Kooperationspartner sind:

  • Integrationsfachdienst (IFD) Ravensburg,
  • St. Gallus Hilfe der Stiftung Liebenau,
  • Werkstatt des Heimes Pfingstweid,
  • Rehaberater der Agentur für Arbeit,
  • Droste-Hülshoff-Schule (Bereitstellung von Fachräumen).
    Die BVE dauert in der Regel zwei Jahre, in Ausnahmefällen kann sie auch auf drei Jahre verlängert werden. In dieser Zeit sollen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden und die notwendige Unterstützung erhalten, um persönliche Lebensperspektiven zu entwickeln.
    Wichtigstes Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler auf ein berufliches Leben vorzubereiten und in ein für sie geeignetes Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Dies kann sowohl auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sein, als auch in einem beschützten Rahmen einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). In diesem Vorbereitungsprozess besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst (IFD) in Ravensburg. Dieser berät zu Fragen der Auswirkung von Handicaps und Behinderung im Arbeitsleben und den daraus folgenden Wahlmöglichkeiten. Außerdem ist der IFD für eine nachhaltige Sicherung von Arbeitsverhältnissen im Anschluss an die BVE zuständig. Wenn sich während der Zeit in der BVE herausstellen sollte, dass doch Potential für eine Fachwerkerausbildung besteht, kann auch dieser Weg eingeschlagen werden. Dies ist aber nur mit Zustimmung des zuständigen Reha-Beraters der Agentur für Arbeit möglich.

Seit 2001 befindet sich die Berufsschulstufe der Tannenhag-Schule in einem kontinuierlichen Weiterentwicklungsprozess. Insbesondere hier kommen Vorstellungen und Wünsche der Schüler, ihrer Eltern und der Lehrkräfte auf den Prüfstand. Vor allem der Übergang in die Arbeits- und Erwachsenenwelt ist Thema und Orientierung in den letzten Schuljahren in der Berufsschulstufe.

Auch und gerade wegen der Heterogenität der Schüler in den Abschlussklassen der Tannenhag-Schule kommt es darauf an, für jeden einzelnen Schüler eine individuelle Lebensperspektive zu konkretisieren, indem durch Zusammenarbeit mit den Eltern und allen beteiligten Institutionen eine Entscheidungsbasis gefunden wird, auf der der jeweilige Schüler seinen Platz im Erwachsenenleben finden kann.

Es ist der Tannenhag-Schule daher ein wichtiges Anliegen, dass das gesamte Spektrum der vorhandenen Möglichkeiten einbezogen wird, das heißt vom Leben und Arbeiten in der Förder- und Betreuungsgruppe über die Beschäftigung in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) bis hin zu einer möglichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt unter jeweiliger Berücksichtigung des Wohnens in differenzierten Wohnformen.

Um diese umfassende und pädagogisch außerordentlich wichtige Arbeit zu leisten, war es sinnvoll und dringend notwendig kompetente Partner im schulischen Umfeld zu gewinnen. In zahlreichen Gesprächen mit den geeigneten Einrichtungen (WfbM, Integrationsfachdienst, Arbeitsamt, Schulamt) konnte schließlich ein in sich stimmiges Netzwerk aufgebaut werden.

Immer bedeutsamer wurde im Laufe der Jahre eine gezielte Vorbereitung, Förderung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern, die den Wunsch äußern, einen Arbeitsplatz auf dem sogenannten Ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Nach vielen vorbereitenden Gesprächen mit zahlreichen Einrichtungen, Ämtern und Beteiligten, konnte dann im Sommer 2008 die „Berufsvorbereitenden Einrichtung“ – kurz BVE – Friedrichshafen eingerichtet werden.

Kontakt

Frau Renner, Herr Himmel & Herr Zeller

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Frau Renner
Herr Himmel
Herr Zeller